Juli 13, 2010
… Fotografin, Revolutionärin – Reisende und Feministin möchte man noch hinzufügen.
Oft ist es der Zufall, der einem die schönsten Entdeckungen beschert. In meinem Fall war es ein Seminar auf der Uni, das mich auf das Leben und Werk von Tina Modotti gebracht hat. Umso freudiger überrascht war ich, als ich jetzt – Jahre später – die Ankündigung zur neuen Ausstellung im Kunst Haus Wien sah.

Porträt Tina Modotti, San Francisco, 1921, Foto: Johan Hagemeyer, © Galerie Bilderwelt, Berlin
Tina Modotti, eine der spannendsten Frauen- und Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts, Lesen Sie den kompletten Artikel hier »
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Veröffentlicht von Michaela Schueller
Mai 5, 2008
Wenn ich mir einen Film von Nanni Moretti anschaue, durchlaufe ich praktisch immer die gleichen Phasen:
1. Zuerst einfach nur Begeisterung darüber, einen italienischen Film zu sehen (wozu man ja in Wien leider nicht sehr oft die Gelegenheit hat) und wieder einmal die Sprache im Ohr zu haben.
2. Dann beginne ich über den Film wirklich nachzudenken und merke, dass mir einiges unklar ist, das Ende mehr als eindeutig und die eine oder andere Figur undurchschaubar. Daraus folgt erst eine richtige Auseinandersetzung mit dem Gesehenen. (Allein dafür, dass eine Auseinandersetzung mit ihnen nötig ist, bin ich Nanni Morettis Filmen dankbar!)
3. Schließlich beantworte ich offene Fragen für mich, sehe (oder vermute zumindest) einen größeren Plan dahinter und komme zu dem Schluss: ein echt guter Film!
So oder so ähnlich ist es mir auch diesmal ergangen: “Il Caimano” (Verleih und Foto: Polyfilm – der noch im De France in OmU und im Bellaria in Wien läuft), Morettis Film über einen Mann (Bruno Bonomo, der sprechende Nachname heißt soviel wie “Gutmensch”), der privat und beruflich zu scheitern droht und dessen letzte (finanzielle) Rettung die Produktion eines Films der jungen Regisseurin Teresa ist. Voller Enthusiasmus klammert sich Bruno an diesen rettenden Strohhalm, und es könnte sich alles zum Guten wenden… Würde es sich bei besagtem Film im Film “Il Caimano” nicht um die mehr als kritische Nachzeichnung von Silvio Berlusconis politischem Weg handeln – ein Thema, so brisant, dass der Reihe nach die dafür vorgesehenen Hauptdarsteller abspringen und der Fernsehsender RAI die Kooperation mit Bruno zu beenden droht.
Davon abgesehen, dass sich der geplante Inhalt des Films mit den persönlichen Ansichten Bruno Bonomos spießt, weniger aus wahrer politischer Überzeugung denn aus der Angst, irgendwo anzuecken und damit Unbequemlichkeiten auf sich zu ziehen. Eine Einstellung, die dafür verantwortlich zu sein scheint, dass jemand wie Berlusconi die Wahlen zum wiederholten Male gewinnen konnte. Lesen Sie den kompletten Artikel hier »
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Veröffentlicht von Michaela Schueller