März 11, 2010
Auch wenn die aktuelle Wetterlage ihn noch in weiter Ferne erscheinen lässt. Der Frühling steht vor der Tür. Als erste zarte Vorboten strecken schon Schneeglöckchen und Krokusse ihre Knospen durch die dünner werdende Schneedecke und die ersten Palmkätzchen gelten als sicheres Indiz, dass der Winterschlaf zu Ende geht.
Auch musikalisch gerät das Land in Bewegung. Bereits zum vierten Mal auch in Langenlois – genauer – im dort ansässigen Loisium.
Vom 18. bis 21. März bietet die Loisiarte 2010 ein Programm zeitgenössischer Musik und Literatur im Spannungsfeld zwischen alt und neu. Als Leitfaden für die vier Tage wurden heuer die vier Himmelsrichtungen gewählt.
Und weil sich alle Hälse voller Vorfreude auf den Frühlingsbegin gen Osten richten, verlosen wir auf freikarte.at 1×2 Karten für den 19.3., der eben jener Himmelsrichtung gewidmet ist.
Mitspielen können Sie unter diesem Link
Auf dem Programm stehen:
Friedrich Cerha
Quintett für Klarinette und Streichquartett
Anton P. Tschechov
August Schmölzer liest “Der Bär”
Dmitri Schostakowitsch
Klaviertrio Nr. 2 e-moll, op. 67
Das komplette Festival-Programm finden Sie hier:
www.loisiarte.at
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Veröffentlicht von Christoph Tautscher
Juli 29, 2009
Eine wirkliche Herausforderung mit Witz und Ironie gemeistert.
An sich würde man die Oper mit einem Akt in einer Stunde aufgeführt haben und die Story läßt kaum Neuinterpretation zu, geht es doch um die Liebe einer Schäferin zu einem Bürger. Was aber die DramaturgInnen (im Programmheft) und die Regie daraus gemacht haben, war ein Kunststück für sich.
Der Rahmen – Schloss Eggenburg – wurde für eine Rahmenhandlung samt wütendem Schlossherrn und dem Einzug einer fahrenden Schauspielertruppe zu einem Gesamterlebnis. Besonders aufmerksam war, dass den vor dem Schloss Wartenden Wasser und Kringerl angeboten wurden. Gemeinsam mit der bereits spielenden und singenden Truppe wurde alsdann das Schloss besetzt.
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Veröffentlicht von Ingrid Goetz
Juli 7, 2009
100 Jahre nach der Uraufführung in Dresden steht im Passionsspielhaus Erl “Elektra” auf dem Spielplan, eine Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion von 2005 – in Verbindung mit einer vorangestellten Lesung der Hofmannsthal – Textvorlage. Wirkungsvoll und sicher vorgetragen von Franz Winter, der souverän den Handicaps seines Mikrofons trotzte. Die zweistündige Lesung führte gewollt zu einem tieferen Verständnis für die nachfolgende Oper, obwohl eine Anzahl von Besuchern von der Länge des Projekts überfordert waren und vorzeitig den Saal verließen. Nach kurzer Pause wurde der musikalische Part mit dem Orchester der Tiroler Festspiele unter Leitung von Gustav Kuhn eröffnet. Die geöffnete Bühne ließ kalte Räumlichkeit erkennen, bot aber dennoch das richtige Podium für das Seelendrama in der unheimlichen Antike.
In der von mir besuchten Aufführung am 3.7.09 sang Bettine Kampp die Titelpartie. Sie verkörperte in idealerweise die von Hass getriebene Tochter Agamemnons, stimmlich großartig. Glaubhaft brachte sie herüber, Elektra ist nicht mehr Mensch, nicht mehr Weib, sondern nur noch fleischgewordene Rache. Erst in der Erkennungsszene Elektra-Orest “Orest, Orest!” wird die Sprache des Menschlichen in wunderbar lyrische Töne umgesetzt. Als Gegenpart zog Michela Sburlati, als jüngere, zaghafte Schwester Chrysothemis alle Register ihres sängerischen Könnens. Oft wird die Rolle
der Chrysothemis von der der Elektra überdeckt. Hier war sie ein beeindruckendes Gegengewicht, eine sich ständig steigernde sängerische Leistung.
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Veröffentlicht von Walter Hauschild