Symbiose Bibliotel: Reisen ist Lesen ist Reisen

Juni 1, 2010

„Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.” Joseph Addison, engl. Schriftsteller

Lustgewinn. Welches Motiv könnte besser dazu geeignet sein, Aufmerksamkeit zu erregen? Und wäre zugleich auch noch Sinn stiftend, bildungsvertiefend und beeindruckend ästhetisch? Ein neues Konzept hat die neuen alten Bedürfnisse der Menschen gut erkannt und ist zugleich so verteufelt einfach wie effizient: Ob auf Urlaub oder Geschäftsreise, das Lesen spielt dabei immer eine bedeutende Rolle. Und ist nicht jeglicher Ausbruch aus dem Alltag – wodurch auch immer – wie eine Reise in ein unbekanntes Land?

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Das dachte sich auch der findige Salzburger Tourimusexperte Sebastian Mettler und kreierte das Konzept „Bibliotels“: „Hier wird eine Symbiose zwischen dem Reisen und dem Lesen geschaffen, denn Bibliotels sind Beherbergungsbetriebe, die neben perfekter Qualität auch Kompetenz in Sachen Lesen anbieten. Lesebegeisterte Urlaubsgäste können ihren Urlaub in einem Bibliotel genauso wie bisher genießen, bereichert um die optimale Leseatmosphäre“.

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Eine Geschichte vom Transistorradio zum KulturBlog-Abo in nur 168 Wörtern

März 2, 2009

blog_transistorradioSchon in den letzten Jahrzehnten bahnten sich die Unterhaltungsmedien den Weg in den öffentlichen Raum. Den Anfang machte das Transistorradio in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Es folgten der “Walkman” und portable TV-Geräte, ehe in den 90ern das Telefon mobil wurde.

Nun ist das Internet an der Reihe. Seit einiger Zeit ist es in vielen Gegenden kein Problem, kabellos online zu gehen. Die aktuelle Handy-Generation lässt die Grenzen zwischen Telefonie, Radio, Musik hören, TV und Internet überhaupt verschwimmen. Um in diesem Info-Ozean den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, seine liebsten Medien zu abonnieren, um immer aktuell die wichtigsten Meldungen zu erhalten.

Zum Beispiel können Sie nun auch den freikarte.at KulturBlog via RSS abonnieren – um bei unseren Geschichten und Meldungen aus dem heimischen KulturLeben immer auf dem neuesten Stand zu sein. Ein weitere Möglichkeit, auch Ihre eigenen Geschichten unter die Leute zu bringen, falls Sie freikarte.at KulturBlog-Autorin werden wollen.

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KulturLetter Kommentar vom 3.3.2009


“Lesen” mit Campino im Internet

Dezember 2, 2008

Vor wenigen Wochen sorgte die Abrechnung des Literaturkritikers Marcel Reich Ranicki mit dem Niveau der Fernsehsender für Aufregung (wir berichteten). Nun zeigen sich erste Entwicklungen.

Die vom ZDF abgesetzte Sendung “Lesen” mit Elke Heidenreich, die sich mit Reich Ranicki solidarisierte und dabei “ihren Heimatsender” heftig kritisierte, findet ab sofort im Internet statt. Unter www.litcolony.de kann man z.B. die aktuelle Folge mit Gast Campino von den Toten Hosen kostenfrei ansehen. Ein weiterer Schritt der “Qualität”, weg von der berieselnden Flimmerkiste. Vielleicht sollte sich das der ORF auch mal zu Herzen nehmen – ehe es zu spät ist.

Wer Online nicht nur nachlesen, anschauen oder zuhören will, der ist bereits an der richtigen Adresse. Unter “AutorIn bei blog.freikarte.at werden” kann sich jeder anmelden um selbst Geschichten und Meinungen zu veröffentlichen. Wir freuen uns über alle neue AutorInnen.

KulturLetter Kommentar vom 02.12.08 – KulturLetter abonnieren


Wellness-Schwemme

August 26, 2008

Yoga als WellnessanwendungAktuelle Zahlen belegen, dass in Österreich im letzten Jahr 90 neue Wellnesshotels auf der Herbergen-Landkarte auftauchten. Das heißt, jeden vierten Tag (!) wurde eine neue Spa-Oase in der an sich schon blühenden heimischen Wohlfühl-Landschaft eröffnet.

Wohlfühlen und entspannen beginnt aber bekanntlich im Kopf. Manchmal reicht schon ein bisschen Ablenkung durch den richtigen Lesestoff.

Zum Beispiel auf unserem Kulturblog blog.freikarte.at. Wem das zu wenig ist, dem empfehlen wir zur geistigen Erholung eine Kultur-Veranstaltung zu besuchen.

Zum Beispiel aus den freikarte.at Kulturtipps der Woche - KulturLetter abonnieren
(es muss ja nicht gleich an jedem vierten Tag sein)
KulturLetter Kommentar vom 26.08.08


Stipendium andersrum

August 25, 2008

Mittlerweile scheint es ja für so ziemlich alles Stipendien und Preise zu geben, für’s Studieren, für wissenschaftliche Arbeiten sowieso, für bildende Künstler (besonders beliebt: Artists in Residence-Programme, die es erlauben, kostenlos an einem – hoffentlich – schönen Ort zu wohnen, sich ungestört seiner Arbeit zu widmen und dafür zumindest ein Taschengeld zu erhalten) und natürlich für’s Romane- und Gedichte-Schreiben.

Dass es aber auch ein Stipendium für das Romane- und Gedichte-Lesen gibt, war mir neu. Das Grazer Feuilleton-Magazin schreibkraft vergibt ein Lesestipendium in der steirischen Hauptstadt. Drei Wochen lang Grazer Luft schnuppern und vor allem: lesen, lesen, lesen für 1100€! Das klingt für mich nach Paradies! :-)

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Luxus Lesen?

April 25, 2008

Ist Literatur in der Krise? Es gibt immer mehr Bücher (45.000 pro Saison allein im deutschsprachigen Raum!), aber immer weniger LeserInnen oder immer weniger Zeit zum Lesen (der Durchschnittsmensch liest angeblich zwei Bücher im Jahr). Die österreichische Schriftstellerin Anna Mitgutsch schreibt darüber in ihrem Artikel “Das Ablaufdatum der Literatur” im Standard vom 20. April 2008, und über die veränderten Bedingungen im Literaturbetrieb, die “Deregulierung des Marktes” und die Krise des Lesens.

Wer hat denn auch noch Zeit, wirklich zu lesen? Nicht nur einige wenige 1000 Zeichen eines Blogeintrags zu überfliegen, sondern Romane zu lesen? Das Desinteresse bzw. die problematischen Bedingungen am Literaturmarkt zeigen sich nicht nur bei der Linzer Literaturmesse LITERA (siehe ein Standard-Artikel dazu: “Buchmesse und keiner geht hin”); sondern auch bei der letzten Lesung, bei der ich war: am Dienstag lasen in der Alten Schmiede junge, mehr oder weniger aufstrebende österreichische SchriftstellerInnen (Thomas Ballhausen, Gertraud Klemm, Kurt Leutgeb und Andrea Stift) aus ihren neuen Werken. Das Publikum war nicht gerade groß, und das obwohl die Lesungen bei freiem Eintritt stattfinden.

Und trotzdem: die Geduld, das Zuhören, das Wundern über manch seltsame Idee der Autoren oder die eine oder andere gestelzte Wendung haben sich ausgezahlt: am Ende wurden große Fragen, nicht nur der Literatur, sondern auch der Menschheit diskutiert! Lesen Sie den kompletten Artikel hier »