Lena & Stefan als Vorbild für Österreich

Mai 31, 2010

Lena Meyer-Landrut - Bild Daniel KruczynskiOft wurde an dieser Stelle gelästert, dass die jeweiligen Song-Contest GewinnerInnen wohl sehr schnell wieder in der musikalischen Versenkung verschwinden werden, aus der sie kaum aufgetaucht sind. Zu Recht, wie ich meine.

Aber dieses Jahr ist es anders. Das liegt nicht (nur) an der hinreißenden Performance des deutschen Fräuleinwunders Lena Meyer-Landrut, sondern vielmehr an der Mission des TV- und Musik-Wunders Stefan Raab. Nicht zum ersten Mal bewies dieser, dass er den Song Contest, aber vor allem die Musik liebt.
Er sorgt als Produzent für eine ausgewogene Mischung aus Song, Show und Hype.

Denn schlussendlich hat heuer ein tolles Lied aus einem (nicht gerade beliebten) westeuropäischen Land gewonnen. Was den Verantwortlichen beim ORF widerspricht, die das Nicht-Antreten beim Song-Contest mit dem niedrigen musikalischen Niveau und der “Voting-Nachbarschaftshilfe” osteuropäischer Länder begründen.

An sich ein Armutszeugnis für eine “Musik-Nation”, nicht ein einziges Lied pro Jahr zu einem gesamteuropäischen Wettstreit zu schicken. Egal, was rauskommt: “Dabei sein ist alles!” Es wäre zumindest eine zusätzliche mediale Plattform für die heimische Musikszene.

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KulturLetter Kommentar vom 01.06.2010