Avatar in 3D – Glutreste zwischen den Sitzen

Januar 4, 2010

Szenenbild Avatar - www.avatar-derfilm.deIch bin ja einer jener Kinobesucher, die jeglichen Hype scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Zumeist schaue ich mir Filme erst ein, zwei Wochen nach deren Starttermin an, um mich nicht in einem vollgestopften Kinosaal wiederzufinden, in dem die Hälfte des Publikums nach 20 Minuten draufkommt, doch im falschen Film zu sitzen und sich die Zeit mit tratschen, sms’n oder telefonieren zu vertreiben.

AVATAR bildet hier eine Ausnahme – bis vor Weihnachten hab ich gesagt “da geh ich nicht rein” - nach einigen doch recht ansprechenden Kritiken in den Medien und diversen Online-Foren, hab ich mich dann doch zu einem Besuch entschlossen. Ein großer Unterschied bei diesem Film ist, dass man selbst für die Nachmittagsvorstellung im IMAX-Saal des Apollo Kinos zwei Tage zuvor gerade noch brauchbare Plätze bekommt. Und sobald der Film beginnt, ist jeder Gedanke an tratschen, sms’n oder telefonieren wie weggeblasen.

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Neue Wege gehen – mit Moriarty

Oktober 27, 2009
Moriarty - Live in der Arena - Credit: Mäx Egger

Moriarty - Live in der Arena - Credit: Mäx Egger

Ich muss es ja ehrlich gestehen – eigentlich hatte ich keine große Lust letzte Woche in die kleine Halle der Arena zu gehen. Aber es gibt Verpflichtungen, denen man einfach nicht entfliehen kann.
Und das ist verdammt gut so.

Denn nach einer äußerst gelungenen Support-Show der österreichischen Band Ginga betraten MORIARTY die Bühne.

Und plötzlich war alles gut. Das franco-amerikanische Kollektiv, das in ihrer französischen Heimat auch große Hallen ausverkauft, begeisterte die ca. 100 BesucherInnen vom ersten Ton an. Diese Band vereinigt das Beste, was Frankreich und die USA der Welt zu bieten hat auf eindrucksvolle Weise. Musikalisch weltoffenes Fortschrittsdenken, gepaart mit laszivem Charme, lassen die Wasser von Mississippi und Seine zusammenfließen – wie vom Bandinfo so treffend beschrieben. Stellenweise reichte ein Mikro auf der Bühne, um eine Atmosphäre zu erzeugen, als wäre man live bei einer Aufnahme-Session in den legendären Sun-Studios dabei.

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Nestroy Festspiele Schwechat : Heimliches Geld heimliche Liebe

Juli 30, 2009

nestroy_festivalreporterDie Aufführung ist eine bittere, oft böse, in manchen Passagen verwirrende Posse über soziale Missstände und die Habgier und Arroganz der Gesellschaft. Nestroy gelingt es mit scharfzüngigem Witz und Spott die Wiener Biedermeiergesellschaft darzustellen, wie sie leibt und lebte. Allerdings habe ich deutlich die heutige Zeit erkannt, denn trotz Revolutionen, Weltkriegen und Wirtschaftskrisen hat sich das Leben in Wien im Grunde nicht verändert.

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James Bond – eine Gegendarstellung

November 23, 2008

Als Bond-Fan der ersten Stunde – was in meinem Fall heißt – seit dem “Dr. No” zum ersten Mal im Fernsehen lief – muss ich den Kommentar meines Kollegen zum neunen James Bond Film erwidern. Im Gegensatz zu meinem Kollegen hat mir “Quantum of Solace” wenn schon nicht ausgezeichnet, doch gut gefallen. Ich denke, man muss dem Neuen seine Zeit geben sich zu entwickeln. “Casino Royale” war der Beginn einer neuen Reihe – Bonds erste Mission nachdem er seine 00-Lizenz (zu töten) erhalten hat. Der Schnitt ist radikaler als “In tödlicher Mission” nach dem völlig überdrehten “Moonraker” und dringend notwendig nach dem grottenschlechten “Stirb an einem anderen Tag” (ich sage nur Auto mit Tarnvorrichtung). Pierce Brosnan war der richtige Bond für die “fetten” Neuziger Jahre – dekadent und mehr als nur arrogant. Daniel Craig hat die Figur ins neue Jahrtausend überführt. Nicht nur die Figur sondern auch die Gegner sind nicht mehr so einfach fest zu machen – am Anfang des neuen Films tappt selbst “M” bezüglich der neuen Bedrohung im Dunkeln. Diese sagt dann am Schluss sinngemäß (vermutlich stellvertretend für viele Menschen) “Ich will meinen alten James Bond zurück”. Seine Antwort darauf lautet: “Ich war niemals weg.”

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James Bond “Quantum of Solace” – My 2 cents

November 20, 2008

Ein Quäntchen Trost kann ich gut brauchen, nachdem ich gestern im Haydn-Kino den neuen Bond gesehen habe. Natürlich: Freunde von aufwendigen und ausgeklügelten Action-Sequenzen kommen mit diesem Film voll auf ihre Kosten. Und es wäre schade, würden die Macher nicht versuchen, Neues in die nun bereits 22-teilige Serie zu bringen. Aber die Rolle des finsteren, wortkargen Rächers, der sich auch die eigenen Leute zu Feinden macht, sollte man doch lieber Charakteren wie Batman und Co. überlassen. Zum smarten Geheimagenten im Smoking passt sie nicht so wirklich.

Mein persönliches Highlight war das Titellied von Jack White und Alicia Keys…spricht leider nicht sehr für den Film selbst, der mich insgesamt nicht überzeugt hat.