In dieser Zeit ist das Büro nur sporadisch besetzt und telefonisch nicht erreichbar. In dringenden Fällen bitte ein E-Mail an info@freikarte.at senden.
Wir wünschen schöne Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!
… die Tage der Menschheit sind gezählt. Gott hat das irdische Treiben satt und beschließt die Apokalypse. Er schickt seinen Sohn Christl auf die Erde, der die Botschaft seinem alten Kumpel Hage, dem Heiligen Geist, überbringen soll. Doch Hage will sein Musical “Holy Spirit Megastar” aufführen und findet die Idee mit dem Weltuntergang gar nicht gut. Er überzeugt Christl von der Schönheit des Lebens und zieht gemeinsam mit ihm los, um die Welt doch noch zu retten. Ein chaotischer Road-Trip durch das weihnachtliche Voralpenland beginnt…
Das ist die Story zum Film “3faltig“ – kurz angerissen.
Alleine bei den Namen der Regisseure Pedro Almodóvar, Jim Jarmusch und Federico Fellini läuft nicht nur Cineasten das Wasser im Mund zusammen – oder besser formuliert – es gehen ihnen die Augen über.
Im Wiener Schikaneder kann man in den kommende Wochen von eben diesen Meistern ihres Faches drei Filme auf der Leinwand (wieder)sehen.
MEIN BLÜHENDES GEHEIMNIS von Pedro Almodóvar ist eine melancholische, tiefsinnige Tragikomödie um eine erfolgreiche Schriftstellerin, deren Leben so gar nicht mit der Dramaturgie ihrer Liebesromane übereinstimmen will.
DOWN BY LAW bietet Jim Jarmuschs lakonischen Erzählstil at it’s best. Unterstützt durch die coole Lässigkeit, mit der John Lurie und Tom Waits ihre Figuren ausstatten. Roberto Benignis komödiantisches Talent bricht in dieses unterkühlte Klima ein wie ein Feuerwerk in einen eisgrauen Himmel.
AMARCORD ist einer der erfolgreichsten Filme Federico Fellinis. Ein farbenfrohes Kuriositätenkabinett und authentisches Sittengemälde zugleich, eine hinreißend bitterkomische Hommage an die Erinnerung.
Ab dieser Woche startet in Graz das jährliche Festival des österreichischen Films – kurz die DIAGONALE.
Nachdem es um den österreichischen Film in den letzten Monaten – nach Oscar-Gewinnern, -Nominierungen und weiteren Preisregen – in der Öffentlichkeit wieder etwas ruhiger geworden ist, sind diese Tage des heimischen Films ein umso wichtiger Fixpunkt im jährlichen Kulturkalender.
Nicht nur als Branchentreffpunkt sondern auch als “Ausflugsziel” für Filmfans ist die DIAGONALE ein echtes Highlight. Eine Woche eintauchen in die Vielfalt österreichischer Filmproduktionen – das hofft man fast, dass der Frühlingsbeginn noch eine Woche wartet und bis Sonntag Kinowetter herrscht.
DIAGONALE Festival des österreichischen Films
von 22. bis 27. März 2011 in Graz http://www.diagonale.at
Als kleines Beispiel für eine der heurigen Premieren sei hier der neue Film von Paul Poet “Empire Me” hervorgehoben.
Ein musikalisches Roadmovie around the world, voller Fantasie, provozierend, partizipierend.
Wenn dir die Welt nicht passt, bau dir deine eigene, dein Utopia, dein Inseldasein voller gesellschaftsverändernder Wunschträume. Paul Poet sucht und findet sechs derartige Inseln und Wirklichkeit gewordene Gegenwelten: Mikronationen, Kommunen, hedonistisch, sexuell befreit, religiös, punkig, trashig, … Die Vorzeichen und Ambitionen der Aussteiger/innen sind grundverschieden, gleich ist ihnen ein Leben abseits des gemeinhin Normalen.
Im Rahmen unserer aktuellen KulturUmfrage, bei der Sie seit letzter Woche unter http://umfrage.freikarte.at teilnehmen können, verlosen wir auch heuer wieder unter allen vollständig ausgefüllten Fragebögen einige Preise als kleines Dankeschön für Ihre Mithilfe. Dort finden Sie auch einen Überblick über die restlichen Preise.
In dieser Woche präsentieren wir Ihnen alle in einer kurzen dreiteiligen Artikel-Reihe. Wie etwa die DVDs – zur Verfügung gestellt vom Hoanzl Webshop
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5×1 DVD ihrer Wahl aus der Edition
“Best Of Kabarett”
Kabarett. Humor. Satire.
Eine mittlerweile 80-teilige Werkschau der heimischen Kabarettszene mit allen Stars und Lieblingen von früher, heute & morgen.
Zuletzt wurde die Edition auch um einige Klassiker der bayrische Szene erweitert, die der österreichischen traditionell verbunden ist.
——————————— 5×1 DVD ihrer Wahl aus der Edition
“Der Österreichische Film”
Kult. Klassiker. Kostbarkeiten.
Es ist sowas wie das umfangreichste Programmkino Österreichs und umfasst mittlerweile 175 Filme. Das es sich beim österreichischen Film um kein Nischen-Programm handelt beweisen fast 1 Mio. verkaufter Titel der Edition.
Seit Bestehen der ARGEkultur hat sich das Haus in Salzburg zum Ziel gesetzt, Ort kritischen Diskurses und offenen und konstruktiven Dialogs zu sein. Mit künstlerischen Ausdrucksformen und unterschiedlichen Formaten werden sowohl gesellschaftlich relevante wie brisante Themen aufgegriffen und kritisches wie ästhetisches Denken angeregt. Seit 2009 erfolgt eine Bündelung und Konzentration dieser Aufgabe in einem jährlichen Festival im November, seit 2010 hat das Kind auch einen Namen: Open Mind Festival.
“Open Mind Festival 2010.”
HIDE OR SEEK. Mut zur Freiheit. Mut zur Flucht. Von 11. bis 20. November 2010 beschäftigt sich das Programm des heurigen Festivals sowohl mit der Flucht in die Freiheit, als auch mit der Flucht vor der Freiheit. Die Sehnsucht nach Unabhängigkeit und Freiheit steht oftmals im Gegensatz zu den realen Lebensumständen. Viele Performances, Installationen, Präsentationen und Workshops finden bei freiem Eintritt statt. Einen Überblick über das gesamte Programm finden Sie unter: www.argekultur.at
freikarte.at verlost Tickets für die Musikfilmnacht feat. The Doors, The Rolling Stones, Bob Dylan & Patti Smith, sowie für das Abschlussfest mit leichtfüßigen Beats & deutschsprachigem HipHop von Fiva & DJ Phekt.
Die Zeit der Open Airs, Gastgärten und Picknicks nähert sich dieses Jahr wohl dem Ende. Da besinnt man sich wieder auf die “heimischen Tugenden”. Aber was tun wenn alle Bücher ausgelesen, alle Duftkerzen runtergebrannt und der letzte Kakao getrunken ist?
Lernen Sie doch (Kultur-) Geschichte – spielerisch und zwischendurch. Machen Sie mit bei einer neuen Runde des freikarte.at KulturQuiz – unter diesem Link.
Der aktuelle Preis:
3 DVDs aus der Edition
“Der österreichische Film”
Im September 2010 wurden 25 neuen Titel der Edition hinzugefügt, die nun bereits auf 175 heimische Filme angewachsen ist. Alle Filme finden Sie unter diesem Link im Online Shop von Hoanzl.
Zum 10-Jahres-Jubiläum im Oktober interessieren uns Ihre Geschichten! Denn es sind Ihre Erlebnisse und Entdeckungen, die freikarte.at seit 10 Jahren zu einem ganz besonderen Kulturportal machen.
Wir freuen uns über kurze und lange Anekdoten – wie den Fund eines alten freikarte.at-Stickers in einem Club -, lustige Erlebnisse oder beeindruckende Abende.
Oder Sie schicken uns einen Vorschlag zum 10 Jahre freikarte.at-Sticker-Design-Contest. Die drei besten Entwürfe werden mit Preisen belohnt.
Das Sieger-Motiv wird produziert und als Werbe-Aufkleber von freikarte.at verwendet. Alle drei GewinnerInnen dürfen sich je eine DVD aus den Hoanzl-Editionen “Der österreichische Film” oder
“Best of Kabarett” aussuchen. Info zum freikarte.at Sticker-Design-Contest
Man möchte den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber das war es dann wohl mit dem Hochsommer 2010. Es bleibt zu hoffen, dass uns der September zur Rückkehr in Schule und Berufsalltag noch etwas “Indian-Summer” gönnt.
Dann können wir die in Rot- und Brauntönen schimmernden Blätter der Bäume im Sonnenlicht “Open Air” genießen.
Aber auch wenn das nicht klappen sollte, bietet die Kultur genügend Alternativen um Museums- oder Kino-Wetter auszuhalten. Lassen Sie sich inspirieren bei den Film-Verlosungen und Ausstellungs-Tipps auf freikarte.at
Erleben und genießen Sie Kultur. Was immer der September bringen mag. Dafür gibt es ja die freikarte.at Kulturtipps der Woche. KulturLetter abonnieren – KulturLetter Kommentar vom 31.08.2010
Christoph Schlingensief während der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2009 (Circus Roncalli auf dem Wiener Rathausplatz).
In Zeiten der permanenten Bespielung mit Schlagzeilen gibt es wenige Meldungen, die einen kurz stocken und innehalten lassen. Gestern Abend war es wieder soweit – Christoph Schlingensief ist 49jährig an Krebs gestorben.
Nichts was er gemacht hat, hat allen gefallen. Er war wohl einer der wenigen im Kunstbetrieb, die die Provokation nicht um der Provokation willen suchten. Denn alles, was er machte, hatte eine Message. So unpopulär das in diesen Tagen auch sein mag, so wurde er dadurch doch zum Pop-Star der Theaterszene.
Als Genie von den einen gefeiert, als Enfant terrible von den anderen gehasst. Die Wahrheit liegt wohl wie immer irgendwie dazwischen. Im Gegensatz zu vielen anderen Provokateuren hat sich Schlingensief dem Publikum gestellt, egal ob es sich für oder gegen ihn verbündete. Dabei hat er sich so weit hinausgewagt, dass es manchmal auch weh tat (siehe Video von der “Container Aktion” in Wien im Jahr 2000).
Er stellte sich der Diskussion und verteidigte seine Arbeit, weil es etwas gab, über das es sich zu streiten lohnte. Ob als Medienkritiker, Partei- & Kirchengründer, Talk-Master, Autor, Opern- & Film-Regisseur oder Kultur-Entwicklungshelfer war er ein Wahnsinniger mit einer Vision, der von Publikum und MitstreiterInnen nicht weniger verlangte als von sich selbst.
Er sprach Kunst, er atmete Kunst und vermutlich schwitze er auch Kunst. Er lebte seine Kunst und seine Kunst lebt weiter. Tschüss Christoph Schlingensief! Du Künstler!!!
Kondolenzbuch und Spendenaufruf für das Operndorf in Burkina Faso: www.schlingensief.com