Mit dem Ende des Julis wird die zweite Hälfte der Ferien bzw. des Sommers eingeläutet. Das ist aber noch lange kein Grund den Herbst herauf zu beschwören – auch wenn das Wetter der letzten Tage dazu animiert.
Freuen wir uns auf zahlreiche Sonnentage und Kultur-Highlights, die der Sommer 2011 noch zu bieten hat.
Einen Überblick (über die Kultur-Highlights) bietet auch unsere Festival-Adresse http://festival.freikarte.at. Wo es neben aktuellen Infos und vielen Verlosungen auch einige anregende Ausflugsziele zu entdecken gibt.
In diesem Sinne wünschen wir einen (zumindest kulturell) sommerlichen August.
Erst kürzlich kam ich mit einer Bekannten zu dem Schluss, dass Graz eigentlich keine österreichische Stadt mehr sei – zumindest fühle sie sich nicht so an.
Graz fühlt sich italienisch an – als ob eine leichte Brise von der Adria mediterranes Lebensgefühl in die Steiermark tragen würde, das sich in Graz sammelt um von EinwohnerInnen und BesucherInnen eingesogen zu werden.
Aber auch Musik liegt in der Luft.
Ganz besonders ab 24. Juni, wenn die styriarte 2011 ihren musikalischen Bogen bis 24. Juli in Graz und Umgebung spannt. Infos zu Programm finden Sie unter: www.styriarte.com
styriarte 2011
Im schweren Leichten
24. Juni bis 24. Juli 2011 www.styriarte.com
„Das Leichte ist das Schwere“ schrieb der Wiener Hofkapellmeister Johann Joseph Fux vor bald 300 Jahren, „doch in diesem schweren Leichten beruht die Vorzüglichkeit des guten Geschmacks und seine Würze.“ Musik also, die so unterhaltsam, so populär daherkommt, dass sie federleicht wirkt, ist ihren Schöpfern keineswegs zugeflogen. Je natürlicher sie scheint, desto größer ist die Kunst, die dahinter steckt. Und das richtige Maß zu finden zwischen dem eigenen Anspruch und der Neigung des Publikums war die stete Herausforderung.
Die styriarte 2011 erzählt eine Geschichte der schweren „leichten Muse“.
In der österreichischen Bundeshymne heißt es nicht umsonst “… Land der Dome …”. Die Dichte an sakralen Bauten ist in unserem Land schon besonders hoch.
Oft als Bau-Juwelen bezeichnet, haben die Kirchen, Klöster und Stifte aber nicht nur architektonische Reize zu bieten. Viele Gotteshäuser laden – besonders in den Sommermonaten – zu Konzertreihen und Festivals, welche den beeindruckenden heiligen Hallen eine weitere Erlebnisebene hinzufügen.
Eine dieser Konzertreihen sind die Oberösterreichischen Stiftskonzerte, die seit 4. Juni und noch bis 31. Juli 2011 mit 19 Konzerten in den barocken Prunkräumen der Stifte St. Florian, Kremsmünster, Lambach und Garsten gastiert.
Von intimer und fesselnder Kammermusik über schwelgerische Solistenkonzerte bis zur monumentalen Bruckner-Symphonie. Und mit Musik, die noch lange im Ohr nachklingt – von Monteverdi bis zu den Comedian Harmonists.
Im Zusammenwirken von Musik, Interpreten und der unvergleichlichen Atmosphäre barocker Säle und Kirchen entstehen Konzerterlebnisse, die aus dem Alltag herausführen.
Infos und Karten:
Telefon 0732/77 61 27 (Mo – Fr 9 – 12 Uhr),
und online auf www.stiftskonzerte.at
Wenn uns das Wetter schon im Mai einige Tage Frühsommer schenkt, wollen wir von freikarte.at dem um nichts nachstehen.
In kaum einer Jahreszeit ist es einfacher – auch geographisch – die eigenen kulturellen Grenzen zu überschreiten.
Sommerferien und Feiertage eröffnen zeitliche Räume, um die vielfältigen Festival-Angebote der heimischen Kulturlandschaft zu erkunden.
Im folgenden Link finden Sie die Legenden Jeff Beck und Ringo Starr in der Wiener Sommerarena, Max Raabe mit “Lieder übers Meer” in Grafenegg (NÖ) und Graz, Bryan Adams Rock’n'Roll Radio in Dornbirn (Vbg.), auf Burg Clam (OÖ) und Unterpremstätten bei Graz, Jedermann bei den Salzburger Festspielen, das Schrammel.Klang Festival, die NÖ Landesausstellung und das STUCK Festival im Salzburger Rockhouse.
Salzburger Festspiele:
27. Juli – 30. August 2011
Im 91. Jahr ihres Bestehens sind die Salzburger Festspiele mehr denn je ein Magnet. Ein besonderer Zauber zieht allsommerlich 230.000 Gäste aus 36 Ländern in die Mozart-Stadt. Infos zu salzburg.info Festspiel-Packages.
Die Salzburger Festspiele bieten ein umfassenderes künstlerisches Angebot als jedes anderes Festival: 200 Aufführungen in 35 Tagen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel. Von Mozart bis zur Moderne, von der klassischen Deutung bis zum theatralen Experiment.
JEDERMANN – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal.
Die Vorstellung ist noch immer, mehr als 2000 Jahre nach Christi Geburt, beunruhigend: Dass es da ein Himmelreich gibt, das ein Reich der Gerechtigkeit ist, nicht der fortgesetzten Ungerechtigkeit, ein Ort des ewigen Lebens und der Anerkennung.
Hofmannsthal hat ein Mittelalter erfunden, das unsere Gegenwart meint: Den Kampf von Gott gegen Geld in uns und jene kindlich märchenhafte Hoffnung, beides erlangen zu können – das volle Diesseits und das ganze Jenseits. Die Frage bleibt: Wie geht der Mensch mit seinem Tod um?
Gerade während der aktuell laufenden Fußball-WM treten Nationalhymnen wieder in den Vordergrund. Dass meist nur die Melodien wahrgenommen werden, ist wohl den Sangeskünsten der Fußballer zu schulden. Aber die werden ja auch fürs kicken und nicht fürs singen bejubelt.
Die österreichische Bundeshymne wird bei diesem sportlichen Großereigniss nicht bejubelt werden. Dazu hat man bei der heurigen styriarte in Graz die Gelegenheit. Die steirischen Festspiele stellen das identitätstiftende, aber auch umstrittene Stück heimischer Musik unter dem Motto “Heimat bist du” in den Mittelpunkt.
styriarte 2010 – Heimat, bist du
vom 25. Juni bis 25. Juli 2010 www.styriarte.com
Gewinnen Sie eines von vielen Kartenpaaren die freikarte.at unter diesem Link verlost und erleben Sie die styriarte 2010 vor Ort in Graz. Dazu gibt es noch eine Sonderverlosung.
Man mag über Opern sagen, was man will, aber die St. Margarethner Festspiele sind einfach anders – anders positiv natürlich . Kein Dresscode, keine stickigen Säle und ein Publikum, so bunt wie die Welt selbst. Vereint durch die von Gott gegebene Neugier und die gemeinsame Vorfreude, getrieben von unstillbaren Hunger nach kulturellerem Genuss finden sie sich dort alle zusammen, um in einer der wunderschönsten Freiluftkulissen Österreichs, ja vielleicht sogar Europas, der Königin der musikalischen Meisterwerke, der Oper, zu fröhnen und sich dem Zauber von Rigoletton hinzugeben.
Die Aufführung ist eine bittere, oft böse, in manchen Passagen verwirrende Posse über soziale Missstände und die Habgier und Arroganz der Gesellschaft. Nestroy gelingt es mit scharfzüngigem Witz und Spott die Wiener Biedermeiergesellschaft darzustellen, wie sie leibt und lebte. Allerdings habe ich deutlich die heutige Zeit erkannt, denn trotz Revolutionen, Weltkriegen und Wirtschaftskrisen hat sich das Leben in Wien im Grunde nicht verändert.