Juli 12, 2009
Es sind immer wieder außergewöhnliche Wochen Ende Juni / Anfang Juli, wenn nach monatelanger Arbeit für das Jazz Fest Wien der Konzertreigen endlich beginnt – und nach einer Reihe intensiver Tage (auch endlich) wieder vorüber ist. Aber mit einigen Tagen Abstand überwiegen wieder die großartigen Momente und Begegnungen, die einem zeigen, warum man sich das alles antut. Um es mit einem der heurigen Höhepunkte Helge Schneider (dazu später mehr) zusammenzufassen: “MannMannMann”.
Konzertberichte und -Bilder finden Sie übrigens auch unter http://www.viennajazz.org/blog

SamulNori bei der Eröffnung
Bereits die Eröffnung am 29.6. am Rathausplatz hatte es in sich. Schien es bei der ersten Gruppe Armenien Spirit noch so, als ob uns der Wettergott hold bliebe, begann es kurz vor dem zweiten Act Wolfgang Puschnigs Red Sun Trio mit den koreanischen SamulNori dann leider doch zu regnen.
Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, als das Ensemble ihr Konzert kurzerhand in die Arkaden vor dem Rathaus verlegte. Diese kompakte Stimmung und Atmosphäre wäre über die große Bühne nur schwer “rübergekommen”.
Anderen wetterbedingten Einfluss hatte die abendliche Hitze auf das John Scofield Konzert am 30.6. im WUK. Es sollte sich als perfekte Umgebung für den Südstaaten-Sound der Jazz-Gitarren-Legende erweisen – in den Sümpfen Loisianas kann es kaum heißer sein.
Mit Kuba in bester Gesellschaft

Omara Portuondo bei der Signierstunde
Bereits vor deren ausverkauften Konzert hatte ich das Vergnügen, das Orchestra Buena Vista Social Club kennenzulernen. Das 19köpfige Ensemble ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein, wenn ihre Freundin Omara Portuondo eine goldene Schallplatte in der Wiener Staatsoper überreicht bekommt. Recht hatten sie. Die Verleihung ging zwei Tage später durch die Society-Seiten der heimischen Presse, da es sich die kubanische Diva nicht nehmen ließ, sich vom Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny den Walzer beibringen zu lassen. Ihre Lebensfreude und -energie ist für eine fast 80jährige Frau beeindruckend – auch als sie im Anschluss noch Autogramme bei einer Signierstunde im Südwind Weltladen auf der Mariahilferstraße gab. Kein Wunder, dass ihre Konzerte – als Special Guest des Orchestra Buena Vista Social Club und mit ihrer eigenen Gruppe – zu einem Triumph in der Oper wurden.
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Veröffentlicht von Christoph Tautscher
Juli 9, 2009
Ich habe hier gelesen, dass Sie Festival Reporterinnen suchen und habe für das Festival in Gutenstein beworben. Ich möchte gerne anderen Besuchern meine Eindrücke schildern und Sie animieren nach Gutenstein zu fahren, damit Sie die Aufführung nicht verpassen.
Die schauspielerischen Leistungen sind ausgezeichnet im Sommertheater Gutenstein und die Landschaft ist einfach herrlich. Das Thema Klimt ist sicher auch recht passend vor allem da Klimt Reisen geliebt hat in Österreich.
Es ist ein Gewinn für mich Reporterin für das Gutenstein Festival zu werden, den ich hier gerne teilen möchte.
Infos zu den Festspielen Gutenstein unter:
http://www.festspielegutenstein.at
… lesen Sie hier das Resumé der Festivalreporterin!
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Veröffentlicht von Marlis Demel
Juli 7, 2009
100 Jahre nach der Uraufführung in Dresden steht im Passionsspielhaus Erl “Elektra” auf dem Spielplan, eine Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion von 2005 – in Verbindung mit einer vorangestellten Lesung der Hofmannsthal – Textvorlage. Wirkungsvoll und sicher vorgetragen von Franz Winter, der souverän den Handicaps seines Mikrofons trotzte. Die zweistündige Lesung führte gewollt zu einem tieferen Verständnis für die nachfolgende Oper, obwohl eine Anzahl von Besuchern von der Länge des Projekts überfordert waren und vorzeitig den Saal verließen. Nach kurzer Pause wurde der musikalische Part mit dem Orchester der Tiroler Festspiele unter Leitung von Gustav Kuhn eröffnet. Die geöffnete Bühne ließ kalte Räumlichkeit erkennen, bot aber dennoch das richtige Podium für das Seelendrama in der unheimlichen Antike.
In der von mir besuchten Aufführung am 3.7.09 sang Bettine Kampp die Titelpartie. Sie verkörperte in idealerweise die von Hass getriebene Tochter Agamemnons, stimmlich großartig. Glaubhaft brachte sie herüber, Elektra ist nicht mehr Mensch, nicht mehr Weib, sondern nur noch fleischgewordene Rache. Erst in der Erkennungsszene Elektra-Orest “Orest, Orest!” wird die Sprache des Menschlichen in wunderbar lyrische Töne umgesetzt. Als Gegenpart zog Michela Sburlati, als jüngere, zaghafte Schwester Chrysothemis alle Register ihres sängerischen Könnens. Oft wird die Rolle
der Chrysothemis von der der Elektra überdeckt. Hier war sie ein beeindruckendes Gegengewicht, eine sich ständig steigernde sängerische Leistung.
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Veröffentlicht von Walter Hauschild
Juli 7, 2009
Noch vier Tage bis zu diesem tollen Event!
Ich werde bei diesem Festival die tolle, unbeschwerte Zeit der 70iger und 80iger Jahre wieder hochkommen lassen – diese Unbeschwertheit, die man ja im Laufe der Zeit immer mehr verloren hat!!!!!!!
Pure Freude an der Musik und den Alltagsstress hinter uns lassen, das erwarte ich mir von diesen Abend!
Vor zwei Jahren war ich bereits auf der Burg Clam und ich muss sagen, es war “feinste Sahne”!
Also – lasst es uns erleben – ich freue mich!!!!!!!!!!!
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Veröffentlicht von khwinter
Juli 7, 2009
Ich bin schon sehr gespannt, die allerletzte Vorstellung der Styriarte zu besuchen. Von mehreren Seiten habe ich schon gehört, dass dieses Klassik-Festival, das den Dirigenten Nicolaus Harnoncourt stärker an Graz binden soll, schon vorab ziemlich ausverkauft war.
Daher freue ich mich umso mehr, es auf diesem Weg noch zu einer Karte für eine Einakter-Oper geschafft zu haben. Mehr über Atmosphäre, Publikum und Aufführung danach!
Ingrid Götz war lange Jahre in der österreichischen Filmbranche, als Autorin und Redakteurin tätig. Heute ist sie Redakteurin für einen Textpool der Österreich Werbung. Freizeit: Kultur, Natur, gute Küche und erfüllte Zeit.
Lesen Sie hier das Resumé der Festivalreporterin:
http://blog.freikarte.at/2009/07/29/styriarte-graz-le-devin-du-village/
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Veröffentlicht von Ingrid Goetz
Juli 2, 2009
Kaum irgendwo sonst spielt subjektiver Geschmack, Empfindung oder Wahrnehmung so eine grosse Rolle wie in der Kunst – und speziell im geschriebenen Wort, das mir besonders am Herzen liegt. Jedes Jahr aufs Neue gilt der Bachmannpreis in Klagenfurt als Spielwiese für Perspektiven und als Streitfall für Experten. Juroren im allgemeinen und im speziellen werden hinterfragt wie selten – ebenso wie die Autoren selbst. Was will der Juror – was will das Publikum – was ist relevanter für den Buchverkauf? Fragen, die in Zeiten wie diesen immer mehr Brisanz bekommen, da die Welt der “User-Generation” längst auch den Literaturbetrieb erreicht hat. Welche Relevanz haben literarische Kategorien (noch), welche Rollen spielen Geschmäcker, wer wird wofür gelobt und was steht dahinter? Political Correctness wie etwa – wie gross der Frauenanteil bei dem Bewerb sei oder welche inhaltlichen Ausgewogenheiten wie “ziehen” würden und was überhaupt “gefragt” sei scheinen zuweilen wichtiger als Formulierungen und Inhalte – aber spielen diese Fragestellungen eine Rolle? Eher im Verlag oder im Buchgeschäft? Geht es um den Verkauf oder um das Renommée?
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Veröffentlicht von Marion Fugléwicz-Bren
Juni 29, 2009
Gumpendorf, Mai 1809
Wien, 1809:
Napoleons Truppen ziehen gegen Wien, die Stadt wird belagert und beschossen, am 13. Mai wird sie von den Franzosen erobert. Joseph Haydn erlebt in seinem Haus im Wiener Vorort Gumpendorf die Angriffe der Franzosen. „Unser guter Papa war in den letzten Wochen schon sehr geschwächt. Einige Tage vor seinem Tode hoben die Haushälterin Nannerl und ich ihn aus dem Bett, als Schüsse und Kanonendonner ganz nahe erdröhnten. Die Türen sprangen auf, die Fenster klirrten…“
Haydn setzt sich in diesen Tagen, solange es seine Kräfte zulassen, noch mehrmals ans Klavier, um das „Kaiserlied“ zu spielen, jene Weise, mit der er der Monarchie ein musikalisches Symbol geschenkt hatte und die heute die Hymne unseres Nachbarlandes Deutschland ist. Drei Tage vor Haydns Tod klopft es an der Tür, ein französischer Offizier will den international berühmten Komponisten kennen lernen, singt angeblich sogar die Arie „Mit Würd’ und Hohheit angetan“ aus der „Schöpfung“ vor und spricht mit Haydn vor allem über dessen berühmtestes Werk.
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Veröffentlicht von kammermusikfest
Juni 23, 2009
Wie passen Internet und Literatur zusammen? Werden die humanistischen Werte nach und nach zerstört? Kaum ein Platz im Umfeld der deutschsprachigen Literatur eignet sich trefflicher zum Streiten, Loben und Lästern als das Klagenfurter Lesefest, das allsommerlich mit dem Bachmann-Preis endet. Nirgendwo sonst sind Kritiker und Publikum näher dran, wenn es gilt, neue Talente zu entdecken oder Texte zu verreißen als in Klagenfurt. Neuerdings spielt auch das Internet eine Rolle im illustren Reigen der Literatursinnigen. Nicht zur uneingeschränkten Freude aller Protagonisten.
Der Wettbewerb um die Vergabe des Ingeborg-Bachmann-Preises ist Teil der 33. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Vom 25. bis 28. Juni sind 14 Autorinnen und Autoren – unter ihnen vier Österreicher(innen) – und sieben Jurymitglieder über den gesamten Wettbewerb – 16 Stunden lang – live in 3sat zu sehen. Die Qualität der Texte wird sofort kommentiert.
Hier geht´s zur Übersicht…
Wir freuen uns darauf und werden weitere Eindrücke direkt vom Wörthersee berichten…
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Veröffentlicht von Marion Fugléwicz-Bren
Juni 9, 2009
Morgen beginnt das, worauf so viele schon so lange warten:
Das Spirit Base Festival 2009.
Wir warten aus den verschiedensten Gründen darauf: Viele, um eine Auszeit zu nehmen vom Stress, um Abstand zu gewinnen zu Terminen, Zeit, Problemen, Pflichten. Viele, um einfach Spaß zu haben – um zu tanzen, zu reden, neue Freunde zu finden oder bestehende Freundschaften zu vertiefen. Viele, um gemeinsam ein Zeichen der Toleranz und der Freude zu setzen in einer Zeit, die solche Zeichen so bitter nötig hat.
Viele warten darauf, weil sie nach 1 Jahr ausgepowert sind. 1 Jahr lang haben sie gearbeitet, haben die Dinge am Laufen gehalten, haben ihre Energie in die verschiedensten Dinge gesteckt: haben ihren Chefs Kaffee gekocht, haben Verhandlungen geführt. Sie haben Gebäude saniert, Autos repariert, Blumen gepflanzt. Sie haben dafür gesorgt, dass Heizungen heizen, Prozesse optimiert werden und das Rad weiter läuft.
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Veröffentlicht von saftal1ty
Juni 7, 2009
Wir freuen uns in Kooperation mit der styriarte und Graz Tourismus auf www.freikarte.at eine wunderschöne Verlosung für Kulturfreunde anbieten zu können.
Die glücklichen GewinnerInnen bekommen neben Karten für “Ein Fest für Händel” am Samstag den 4.7.2009. auch die Übernachtung von 4. auf 5.7. in einem 4-Sterne Hotel in zentraler Lage. Damit nicht nur Menschen aus Graz und Umgebung in den Genuss dieser Freikarten kommen.
Im Händelfest der styriarte begleiten wir den Moralisten aus Halle durch die Jahrzehnte seines Londoner Schaffens. Die Interpreten kommen aus England und Italien, wie zu Händels Lebzeiten: zwei der schönsten Händelstimmen der Gegenwart und ein Barockorchester, das sich mit der Kunst des „charmanten Ungeheuers“ auskennt wie kaum ein anderes.
Nehmen Sie hier an dieser besonderen Verlosung teil.
Alle Verlosungen der diesjährigen syriarte 2009 – “Der Menschheit Würde” – die steirischen Festspiele von 26. Juni bis 26. Juli 2009 finden Sie hier.
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Veröffentlicht von Christoph Tautscher