Besucht „Die Inseln des Dr. Moreau“ im TAG


Die Inseln des Dr. Moreau (c) Sandra FockbengeberDie letzten 3 Vorstellungen der Wiederaufnahme der Uraufführung
von Mara Mattuschka, frei nach H.G. Wells
am Do 22., Fr 23. und Sa 24. Februar 2018, jeweils um 20 Uhr.

Die Inseln des Dr. Moreau
im TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße
Eine Koproduktion mit The Practical Mystery

 „Mühelos erfüllt das Ensemble mit dandyesken Verstellungen, prononciertem russischen Akzent und queeren Gesten schillernd ihre 20 Rollen. Vorzüglich zudem Sound, Kostüme, Kulissen. Bravo!” DER STANDARD


Eine weitere Bearbeitung von der Liste der ungelesenen Klassiker. Diesmal aus der Science-Fiction-Literatur. Mara Mattuschka und die Gruppe The Practical Mystery haben sich das hierzulande eher unbekannte Zweitwerk H.G. Wells‘ vorgenommen: „Die Insel des Dr. Moreau“.

Die Inseln des Dr. Moreau – Der Dernieren-Trailer from TAG on Vimeo.

Die Geschichte eines Ich-Erzählers, der schiffbrüchig auf einer Insel gestrandet mit dem Entsetzen konfrontiert wird. In der Verborgenheit des Eilands arbeitet ein genialer, aber wahnsinniger Forscher, Dr. Moreau, der mittels der Methode der Vivisektion aus Tierkörpern menschenähnliche Monstren zusammennäht. Eine Mischung aus Frankenstein und Robinson Crusoe.

Der Text Mattuschkas ist ein schillerndes Vexierspiel auf verschiedenen Zeit- und Erzählebenen. Die Titelfigur des Romans kämpft gegen ihre eigene, von Wells erdachte phantastische Geschichte und sucht in einer Reihe aberwitziger Szenen die RegisseurInnen, HauptdarstellerInnen und FilmproduzentInnen der erfolglosen Verfilmungen des Stoffes heim.

Timothy Leary, Marlon Brando, Stalin, der Geist von H.G. Wells sind nur einige der Referenzen, die in Mara Mattuschkas Fassung verknüpft werden zu einer psychedelischen Reise eines als monstermachenden Verlierers Gebrandmarkten durch die Entstehungsgeschichte seines eigenen Mythos. Der immer schon faszinierenden Idee des transhumanen Experiments und der ultimativen Beschleunigung evolutionärer Entstehungen wird hier – mit Augenzwinkern – eine Bühne geboten. Eine Kambrische Explosion der Unarten!

Es spielen: Alexander Braunshör, Johanna Orsini-Rosenberg, Julia Schranz

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