Für immer Deix! – „Scheiße!“


Klosterneuburg - Porträts Manfred Deix (Atelier) © Günter S. KarglIch habe es heute Vormittag erfahren – er ist tot – „Scheiße!“ stieß es aus mir heraus. Es ging aber nicht um Götz George – der als Schimanski mit diesen „unflätigen“ Ausspruch zum Held meiner Kindheit und zur Ikone des deutschsprachigen Fernsehens wurde.

Ich war entsetzt und überrascht von Manfred Deix Tod. Auch er hat mich durch meine Kindheit begleitet. Die Deix-Bücher waren bei uns mit ihren „unflätigen“ Zeichnungen gern überreichte und im Anschluss durchblätterte Geschenke unterm Weihnachtsbaum.

Im Gegensatz zu George begegnete ich Manfred Deix einmal im echten Leben. Backstage beim Jazz Fest Wien. Nach dem Konzert des „Beach Boy“ Brian Wilson. Da erlebte ich Manfred Deix, der selbst zum Fan … nein zum Jünger wurde. Er vergötterte die Beach Boys und das Treffen in der Staatsoper war sein Hochamt.

Auch Manfred Deix wurde geliebt und vergöttert – weil er die Wahrheit zu Papier brachte – vor allem die unangenehme. Dafür wurde er auch gehasst und verabscheut. Und genau das machte ihn zu einem wilden Hund, der so bewundert wurde.

Sowohl Manfred Deix, als auch Götz George waren beides Künstler, die ihren Weg gingen – entgegen aller Anfeindungen – wilde Hunde – echte Typen – wie es Sie heute kaum noch geben kann.

In den letzten Jahren tauchte Manfred Deix in meinem Universum immer als Dauerausstellung im Karikaturmuseum Krems auf … „FÜR IMMER DEIX“ das kann man so stehen lassen


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Link zum Nachruf „Das Karikaturmuseum Krems trauert um Manfred Deix“.

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