Mit Lonely Drifter Karen den Frühling im Herzen entdeckt


Es war schon ein garstiges Wetter gestern Abend, als wir uns auf den Weg ins Radiokulturhaus machten. Eines an dem man sich am liebsten zu Hause in die Bettdecke einmümmelt, und im Warmen dem ans Fenster prasselnden Regen lauscht. An sich nicht schlecht – aber gestern wäre es die falsche Entscheidung gewesen, denn Lonely Drifter Karen präsentierten ihr aktuelles Album „Fall Of Spring“ im Großen Sendesaal des Wiener Funkhauses.

Lonely Drifter Karen ist das zur Band gewachsene Solo-Projekt der gebürtigen Wienerin Tanja Frinta. Geburtsort von LDK war Schweden. Als Frinta dann nach Barcelona übersiedelte stießen der Italiener und der Spanier Giorgio Menossi und Marc Meliá Sobrevias dazu und aus dem Soloprojekt wurde ein Trio. Nach dem Wiener Live-Debüt beim letztjährigen Blue-Bird-Festival im Porgy & Bess, war es nun endlich an der Zeit, dass Lonely Drifter Karen für einen eigenen Konzertabend in Wien gastierten.

Schon die einladende Athmosphäre und die sehr bequemen klassischen Sessel im gut gefüllten Großen Sendesaal, ließen die draußen tobenden „Eisheiligen“ in Vergessenheit geraten. Als das Licht gedimmt wurde und die Band zu spielen begann, wurde man ab dem ersten Song eine frühlingshafte Klang-Blumenwiese gehüllt.

Ist die Stimmung auf dem Album „Fall Of Spring“ eher im Herbst angesiedelt, so strahlen die Songs im Live-Arrangenment in Frühlingsfarben. Von klassischer Singer-/Songwriter-Attitüde über klassische Chanson und Sing-a-longs bis zu druckvollem Sixties Pop reichte die Bandbreite des facettenreichen Abends.

Zu den CDs von Lonely Drifter Karen auf lotusrecords.at

Tanja Frinta als kokett-schüchterne Frontfrau mit Ihren beiden „verspielten“ Jungs an Piano und Schlagzeug und unterstützt von einem mysteriös schönen (unbekannten) Gitarristen führten durch einen Traum von Musik, aus dem das jubelnde Publikum gar nicht mehr aufwachen wollte.

Spätestens die verspielte Kraftwerk-Coverversion von „Das Model“ (mit Spinett-Sound – very 60s like!) brachte das anfangs noch etwas reservierte Publikum schon während des regulären Konzert-Programms zum johlen. Am Ende verabschiedete das Autiorium die Band erst nach einer zusätzlichen „erzwungenen“ Zugabe mit Standing Ovations und begrüsste den Frühling im eigenen Herzen.

Lonely Drifter Karen ist das zur Band gewachsene Solo-Projekt der gebürtigen Wienerin Tanja Frinta. Geburtsort von LDK war Schweden. Als Frinta dann nach Barcelona übersiedelte stießen der Italiener und der Spanier Giorgio Menossi und Marc Meliá Sobrevias dazu und aus dem Soloprojekt wurde ein Trio. Auf ihrem ersten Album „Grass Is Singing“ lieferten sie eine wilde Mixtur aus Folk Music und Rock, Cabaret, experimenteller Musik, Klassik, Indie-Pop und vielem mehr und gingen mit dem Album auf eine ausgedehnte Europatournee. Die Kritiker und das Publikum überschlug sich vor Begeisterung. So schrieb die Sunday Times: “An album full of standouts… appropriating French chanson, Weillian cabaret, Eastern European folk, twisted jazz and Broadway musicals, dashing between them with promiscuous glee”.

“An album full of standouts… appropriating French chanson, Weillian cabaret, Eastern European folk, twisted jazz and Broadway musicals, dashing between them with promiscuous glee”

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