Avatar in 3D – Glutreste zwischen den Sitzen 3


Szenenbild Avatar - www.avatar-derfilm.deIch bin ja einer jener Kinobesucher, die jeglichen Hype scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Zumeist schaue ich mir Filme erst ein, zwei Wochen nach deren Starttermin an, um mich nicht in einem vollgestopften Kinosaal wiederzufinden, in dem die Hälfte des Publikums nach 20 Minuten draufkommt, doch im falschen Film zu sitzen und sich die Zeit mit tratschen, sms’n oder telefonieren zu vertreiben.

AVATAR bildet hier eine Ausnahme – bis vor Weihnachten hab ich gesagt „da geh ich nicht rein“ – nach einigen doch recht ansprechenden Kritiken in den Medien und diversen Online-Foren, hab ich mich dann doch zu einem Besuch entschlossen. Ein großer Unterschied bei diesem Film ist, dass man selbst für die Nachmittagsvorstellung im IMAX-Saal des Apollo Kinos zwei Tage zuvor gerade noch brauchbare Plätze bekommt. Und sobald der Film beginnt, ist jeder Gedanke an tratschen, sms’n oder telefonieren wie weggeblasen.

Der 3D Effekt ist wirklich gigantisch – nein es gibt keine rot-grün-Brille – dafür ein schickes Modell Marke „Krankenkassa“, die aber bequem über einer normalen Brille getragen werden kann. Die Handlung macht einen langsam mit dem Effekt vertraut – so hat man zu Beginn kurz wirklich das Gefühl der komplette Kinosaal schwebt in der Schwerelosigkeit innerhalb des Raumschiffs. Nicht wenige KinobesucherInnen (inkl. mir) machen noch den mitBrille/ohne Brille-Test – man sieht ohne Brille auch die Leinwandprojektion – nur verschwommener.

Klar wurden viele Effekte (tanzende Pollen, im Wind wiegende Gräser, herumschwebende Glutreste zwischen den Sitzreihen) auf das 3D-Format hingezimmert. Aber das ganze in einer technischen Brillianz, dass man das eine oder andere mal sich die Hand vor das Gesicht hält um nicht vom Ast getroffen zu werden. Mir ist besonders aufgefallen, dass mich eher die kleinen dezenten Effekte beeindruckt haben. Viel mehr als die groß inszenierten Flug- und Action-Sequenzen, denen man ob ihrere Geschwindigkeit kaum noch folgen konnte. Die Geschichte selbst ist handelsüblich und erinnert in der Tat an diverse Reverenzen wie „Der mit dem Wolf tanzt“, „Pocahontas“, „Prinzessin Mononoke“, „Jurassic Park“, „Alien“ (auch wegen der wunderbaren – und rauchenden – Sigourney Weaver) und „Die Rückkehr der Jedi Ritter“.

Aber meine Güte – ich habe mich schon bei besseren Geschichten als Avatar und bei besseren Filmemachern als James Cameron  mehr gelangweilt. Ein Film den man sich wirklich im Kino – in 3D – idealerweise IMAX ansehen sollte. Das ist der Standard an dem künftig große Filme gemessen werden. Ich und meine Freundin sind – etwas erschöpft von der Bilderflut – aber sehr zufrieden aus dem Kino gekommen – im Anschluss wurde viel getratscht und einige Freunde via sms darüber informiert.

Blog-Artikel zum weiterlesen
fuenf-filmfreunde.de:
Avatar: Der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten in nur 20 Tagen
claudia-klinger.de: Kino-Erfahrung: AVATAR 3D


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3 Gedanken zu “Avatar in 3D – Glutreste zwischen den Sitzen