Premierenbericht – Salami Aleikum


Die Haute-Volée der heimschen Kabarett-Szene gab sich ein Stelldichein, als Michael Niavarani zur Gala-Filmpremiere von Salami Aleikum lud. Unter den Gästen weilte neben Victor Gernot und Werner Sobotka auch der „Alt-Meister“ Werner Schneyder. Das wiederum freute den (ost-)deutschen Schauspieler Wolfgang Stumph ganz besonders. War Schneyder doch auch im Zuschauerraum gesessen, als Stumph bereits 1988 zum erstenmal im Westen – genauer in München – auftrat. Nie hätte es sich damals gedacht, dass er über 20 Jahre später in Wien einen Film präsentieren würde, in dem ein iranisch-stämmiger Regisseur eine phantasievollen Blick auf das  Zusammenleben von Persern und Deutschen mitten im wild-trostlosen Osten der Bundesrepublik wirft.

Und das tut er mit Bravour. Eine schwungvolle Liebeskomödie, die sich nicht schämt Märchen zu sein. 1001 Nacht trifft auf Bollywood, das in homöopathischen Tanzeinlagen den Film berreichtert. Wer sich Niavarani tanzend vorstellt, weiß wie ernst es dem  Regisseur war, einen Tanzfilm zu machen. Auch fast Monty Python-artige Trickfilmpassagen ergänzen den Bilderreigen, ohne platt und gewollt konstruiert zu wirken. Bleibt die Geschichte, die feinfühlig und ohne Kitsch das „anders-sein“ berührt, ohne dabei vor so manchem überzeichnetem Klischee über Ost-Deutsche und Perser zurück zu schrecken. Alles  in allem eine sehr lustiger Film-Abend, der zeigt, dass man weder Angst vor der Fremde, noch vorm Anderssein haben muss. Denn was ist so schlimm daran etwas Hoffnung zu haben.

Filmstart in Österreich ist der 1. Jänner 2010
Das wäre doch was für einen Neujahrsvorsatz.
www.salami-aleikum.at

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