LaBrassBanda verwandelten das Cafe Carina in ein Tollhaus!


LaBrassBandaSchon als Kind war der Bahnhof Übersee – am Chiemsee gelegen – einer meiner wortspielerischen Lieblingsnamen. Nun kam ich mit dem bayrischen Ort unverhofft wieder in Kontakt.

Die LaBrassBanda kommen von dort und nannte auch gleich ihr aktuelles Album so. Mit „Übersee“ überschwemmten Sie letzte Woche Wien. Genauer gesagt das Cafe Carina.

Im kleinen Stadtbahn-Lokal ging nichts mehr – mit einem Wort es war bumm-voll. Vor dem Beisl hatte selbst die Straßenbahnlinie 2 größte Mühe sich an der Menge vorbei zu zwängen, die keinen Einlass mehr fand. Zum Glück war es nicht das einzige Gastspiel der hippen Blasmusik-Kapelle.

Sie werden ihren groovigen Up-Tempo-Brass-Hop auch im Vorprogramm von Russkaja kommenden Freitag und mit drei Konzerten in der Kulisse zwischen Weihnachten und Neujahr unters Wiener Tanzboden-Publikum bringen. Auch die Menschen in Kufstein, Salzburg, Linz und Innsbruck werden im Jänner ge-labrassbandert.

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Was bei der ersten Nummer im Carina noch etwas nach Balkan-Beat roch, entwickelte sich ziemlich schnell zu einer Sause zwischen niveauvoller Bierzelt-Gaudi, 90er Jahre Techno und Ragga-Hip-Hop-Jam.

LaBrassBanda-imCafeCarina

Frontmann und „Rampensau“ Sepp spielt den perfekten Entertainer, der die tobende Menge vom ersten Takt an in seinen Bann zieht. Es ist nicht nur der harte Kern an „Auslands-Bajuwaren“ der für Hüpfburg-Atmosphäre sorgt. Auch die sonst eher reservierten Wienerinnen und Wiener sind sofort mit von der Partie. Nach dem eingangs erwähnten Balkan-Intermezzo und einer Ragga-Nummer für gleichgeschlechtliche Liebe unter Burschen, wird das Tempo weiter angezogen und erreicht Techno-Rave-Geschwindigkeit.

Da hat sich das Carina selbst schon in eine Selchkammer verwandelt, in der es weder vor noch zurück ging. Der Billard-Tisch war zum Zugspitze Gipfel mutiert und auch einige Tische wurden erklommen. Das Beisl kochte! Die wenigen, die ob des Überschwangs das Weite suchten, hatten einen langen Marsch durch die Menge, die auch vor dem Lokal nicht endete und den ehemaligen J-Wagen der Wiener Linien fast in die Knie zwang.

Nach über einer Stunde und noch einigen Wunschkonzert-Zugaben musste die Power-Brass-Combo dem Raumklima Tribut zollen. Erschöpft, aber glücklich wird dieser Abend sowohl bei LaBrassBanda als auch dem Publikum einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Vorfreude auf die kommenden Gastspiele hört gar nicht mehr auf zu wachsen.

http://www.labrassbanda.com

LaBrassBanda – LIVE in Österreich
04.12.2009    Wien, Gasometer
28.-30.12.2009    Wien, Kulisse
09.01.2010    Kufstein, KuFa
10.01.2010    Salzburg, ARGE
12.01.2010    Linz, Posthof
13.01.2010    Innsbruck, Weekender

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