Nestroy Festspiele Schwechat : Heimliches Geld heimliche Liebe


nestroy_festivalreporterDie Aufführung ist eine bittere, oft böse, in manchen Passagen verwirrende Posse über soziale Missstände und die Habgier und Arroganz der Gesellschaft. Nestroy gelingt es mit scharfzüngigem Witz und Spott die Wiener Biedermeiergesellschaft darzustellen, wie sie leibt und lebte. Allerdings habe ich deutlich die heutige Zeit erkannt, denn trotz Revolutionen, Weltkriegen und Wirtschaftskrisen hat sich das Leben in Wien im Grunde nicht verändert.

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Die Schauspieler haben die Sozialkritik sehr gut herausgearbeitet, auch das Bühnenbild hat den Gegensatz sehr gut gezeigt. Mir gefiel vor allem der sehr schöne Rahmen des toll restaurierten Schloss Rothmühl. Angenehm war die Verteilung der Sitzkissen durch den Veranstalter. Zu Beginn der Aufführung belächelte ich den Verkauf von Autan, doch wurde beim Einfall der Gelsen eines besseren belehrt. Für mich war es ein rundherum gelungener Abend, den ich jedem empfehlen kann.

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