Styriarte, Graz: Le Devin du village


styriarte_festivalblogEine wirkliche Herausforderung mit Witz und Ironie gemeistert.

An sich würde man die Oper mit einem Akt in einer Stunde aufgeführt haben und die Story läßt kaum Neuinterpretation zu, geht es doch um die Liebe einer Schäferin zu einem Bürger. Was aber die DramaturgInnen (im Programmheft) und die Regie daraus gemacht haben, war ein Kunststück für sich.

Der Rahmen – Schloss Eggenburg – wurde für eine Rahmenhandlung samt wütendem Schlossherrn und dem Einzug einer fahrenden Schauspielertruppe zu einem Gesamterlebnis. Besonders aufmerksam war, dass den vor dem Schloss Wartenden Wasser und Kringerl angeboten wurden. Gemeinsam mit der bereits spielenden und singenden Truppe wurde alsdann das Schloss besetzt.


styriarte_festivalblog2Die Aufführung selbst war vielschichtig angereichert mit liebevollen Inszenierungsdetails und die Einbeziehung des Publikums, das hervorragend mitspielte, machte die Matinee zum amüsanten, ja sogar feinsinnigen Erlebnis. Eine hervorragende Leistung von Ensemble und SängerInnen, denen man die Freude an dieser Inszenierung in jedem Moment anmerkte und die auch mit feiner Ironie zu spielen wußten, taten ihr Übriges. Eine rundum gelungene Sache, an die man sich noch gerne oft erinnert. Schöne Momente, die nachwirken und am Ende doch eine gelungene Neuinterpretation.

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