Gustav Klimt in Gutenstein 1


gutensteinDie Aufführung in Gutenstein kann ich nicht anders als gelungen betiteln. Schon die Anfahrt war eine Reis. Ich kam aus Wien und habe die Änderung der Landschaft von Großstadt auf Gebirge genossen. Alles war grün und die Luft angenehm nach dem Dunst in der Stadt. Die Veranstalter haben sich große Mühe gegeben mit übersichtlicher Beschilderung und Parkplatzeinweisung.

Nach Verlassen des Parkplatzes überquert man einen kleinen Fluss – für mich war das wie ein Eintauchen in eine andere Welt – als ich die Festzelte erblickte. Zur Einstimmung haben wir uns am gut sortierten, preiswerten Büffet gelabt. Die Aufführung findet in einem Zelt statt – was nicht das Open Air Feeling aufkommen lässt, allerdings vor Kälte und Nässe schützt, somit war unsere mitgebrachte Decke nicht von Nöten. Die Vorstellung begann pünktlich…

gutenstein2Das Musikal spiegelt Klimts künstlerischen Umbruch wider in Musik und Bühnenbild. Die Musik geht ins Ohr mit ihrem rockigen Rythmus und wird sehr gut unterstützt von den Lichtprojektionen des Bühnenbildes. Das Bühnenbild ist nicht klassisch durch Requisten dargestellt, sondern wird auf unterschiedlich aufgestellte Leinwände projiziert. Oft wirkt es sehr plastisch in 3D und lässt die Gedanken wandern. Die Stimmen der Darsteller passen sehr gut zueinander und zur Musik. Allerdings zu Beginn übertönte die Musik die Stimmen ein wenig, dies mag allerdings auch an meinem persönlichen Empfinden liegen.

Das Musikal hält sich inhaltlich an die Lebensgeschichte Klimts. Mir gefiel die Figur des „Gewissens“, welche den Zeitgeist, die Zweifel oder auch den Übermut in tänzerischer und gesanglicher Form darstellte. Leider endete die Aufführung ohne „Grande Finale“ sang und klang los, allerdings habe ich noch immer die Musik im Ohr.

Fazit: Für mich war es ein Ausflug in die „Sommerfrische“ für Körper & Geist, der meine Sinne angesprochen hat. Ich denke, dies sollte man nicht missen.


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