Mein persönlicher Jazz Fest Auftakt 1


Hektisches Treiben kurz vor Beginn der Pressekonferenz

Hektisches Treiben kurz vor Beginn der Pressekonferenz

Kinder wie die Zeit vergeht – schon wieder ist ein Jahr vorüber und das neue Jazz Fest Wien steht vor der Tür. Wie jedes Jahr wurde zur Präsentation des Programms in den Teesalon der Wiener Staatsoper (bekannt aus Funk und Fernsehen – das ist dort, wo der Herr Bundespräsident immer sein Opernball-Interview gibt), wo ich die Gäste, in meiner Funktion als Presse-Mensch des Festivals, begrüßen durfte.

Jedes Jahr ist es ein willkommener Auftakt, sich mit den KollegInnen der schreibenden Zunft zusammen zu tun und zu schauen, wen den welcher Künstler interessiert oder wer unbedingt mit dieser Künstlerin ein Interview führen möchte. Natürlich sind auch die Sponsoren und PartnerInnen der jeweiligen Plattenfirmen anwesend, was der Veranstaltung durchaus charakterliche Züge eines (angenehmen) Klassentreffens verleiht.

Wer sich mit meinen Favoriten beim diesjährigen Jazz Fest Wien gar nicht aufhalten möchte, sollte gleich auf www.viennajazz.org vorbeischauen. Allen anderen können sich hier über meine persönlichen Highlights ein Bild machen.

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Die Eröffnung am 29.6. – bei freiem Eintritt am Rathausplatz – sollte man sich nicht entgehen lassen – egal wer spielt (dieses Jahr Armanian Spirit und Red Sun & SamulNori) – an einem schönen Tag mit guter Musik zeigt sich Wien von seiner besten, multikulturellen Seite. Im Anschluss laden die Wiener Jazzclubs in ihre „coolen“ Hallen um den unterschiedlichsten Spielarten zu fröhnen. Tags darauf wir John Scofield das WUK im neunten Bezirk zum Beben bringen. Diesmal dürfte es zwar weniger rockig als beim letzten Mal werden. Aber was ich bislang von seiner neuen Melange aus Soul, Gospel und Jazz gehört habe – lässt mich das Beste hoffen.

Vom 1. bis 5. Juli gastiert das Festival traditionell in der Wiener Staatsoper – hier freue ich mich besonders auf Helge Schneider (jeder der sagt „Das ist kein Jazz“ hat noch kein Konzert des Multitalents erlebt) und den Auftritt von Marianne Faithfull (die ich ja vor einigen Wochen bereits „kennenlernen“ durfte). Der große Geheimtipp des diesjährigen Festivals ist Seun Kuti – der Sohn der Afro-Beat Legende Fela – der die Fackel seines Vaters weiter trägt und erstklassige Musik, mit tanzbaren Beat und jeder Menge Botschaft am 6.7. im Arkadenhof des Wr. Rathaus ins Publikum feuern wird. Ebendort tritt am 8.7. Madeleine Peyroux auf, die das Label „Geheimtipp“ bereits hinter sich gelassen hat und auf dem Weg eine der ganz großen Jazz-Vokalistinnen unserer Zeit zu sein.

Wr. Staatsoper - das "Stiegenhaus"

Wr. Staatsoper - das "Stiegenhaus"

Neben täglichen Jazz Club Gigs runden die Reihe „Woman in Jazz“ auf der Summerstage und vier Konzerte am Wr. Rathausplatz (beides bei freiem Eintritt) das Festival ab. Heuer gibt es mit dem Original Kocani Orkestra eine flotten Abschluss nach Balkan Art, den man anschließend noch bei James Hunter & DJ Samir im Porgy&Bess hinauszögern kann.


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