Sonata Arctica – Die Wölfe sind zurück! 3


Sonata Arctica im September 2007 von wikipedia

Sonata Arctica im September 2007 von wikipedia

Lange mussten wir warten (ausser diejenigen, welche bereits das Vergnügen im Sommer im Zuge des Wacken Open Air 08 hatten), aber diesen Donnerstag war es dann wieder so weit. Auch dieses Jahr sind sie uns treu geblieben, die Wölfe aus Finnland (Ja, Österreich ist eben ein tolles Land, mit zu tiefst loyalen Fans – an dieser Stelle ein super großes Dankeschön an alle, die gekommen sind, um Sonata zu unterstützen!!). Im Rahmen ihrer European Tour 2008 traten sie im neuen Planet (Gasometer) mit Unterstützung von Vanishing Point (Australien, Power/Progressive Metal) und Pagan’s Mind (Norwegen, Progressive Metal) auf.

Um 22:00 begannn dann der heiß ersehnte Aufrtitt von Sonata Arctica (Power Metal), der die Menge mitriss wie jedes ihrer unglaublich fantastischen Konzerte.

Um 20:00 starteten Vanishing Point. Ich kannte die Band bisher nur vom Hören/Sagen, wusste also nicht, was mir bevorstand. Ich war mehr als angenehm überrascht, als diese dann loslegten. Mit Silvo’s Stimme (Sänger) hatte ich nicht gerechnet. Sie hatte zwar nicht das Format eines Jorn Lande (ehemals bei Masterplan) , Hansi Kürsch (Blind Guardian – die Veteranen!) oder Matthias Blad (Falconer), aber dennoch unverkennbar. Einzig worum es mir leid tat, war die Tatsache, dass auf Grund der nicht ganz so optimalen Akkustik seine Stimme nicht oft genug gut zu hören war. Ich war total von den Socken, als ich sah, wie sehr die Menge mittat. Das hatte ich bis jetzt nur bei einem Konzert erlebt, dass bei den Vorbands schon derart mitgelebt wurde. WOW. Nor Ein sehr gelungener Auftritt, der den Weg für den bombastischen Auftritt von Sonata hervorragend ebente.

Es folgten Pagan’s Mind um 20:50. Ich weiß auch jetzt noch nicht so richtig, was ich von dieser Band halten soll. Die Musik war wirklich gut, vorallem die Stimme des Sängers, Nils K. Rue, der eine schier unendlich viel Volumen in seiner Stimme zu haben schien und Tonlagen traf, bei denen man als gesunder Mensch schon an ein gewisses „Autsch“-Gefühl denken würde. Was mich allerdings anfangs irritierte war die Zusammensetzung der Band. Nicht wirklich typisch „metal“ würde ich meinen, vorallem das Gehabe von Nils war sehr gewöhnungsbedürftig, was aber der Keyborder, Ronny Tegner,  wieder wett machte. Ein äusserst sympatischer, zu diesem Zeitpunkt in Schweiß gebadeter (man merkte, wie sehr er mitlebte), Mensch.  Pagan’s Mind war also, aus musikalischer Sicht durchaus sehr interessant.

Ha! Und dann, um 22:00 starteten Sonata: Ihr Auftritt ist jedes mal von neuem schwer zu beschreiben, da sie eine Stimmung erzeugen, wie kaum eine andere Band in diesem Genre (mir läuft jedes mal die Gänsehaut über den Rücken). Die Stimme… Wahnsinn… und, noch besser, die Musik, sehr melodisch – eine tolle Mischung aus Gefühl und Kraft; man neigt dazu, darin zu versinken zu wollen. Sonata gehört zu den Bands, die, einmal gehört, einen nie wieder loslässt (zum. habe ich dieses Phänomen bei sehr vielen Leuten beobachtet,ebenfalls bei mir, als ich sie vor Jahren das erste Mal hörte).

Gespielt wurden unter anderem:

  • 8th Commandment, Full Moon und Replica (Ecliptica, 1999);
  • Last Drop Falls und BlackSheep (Silence, 2001),
  • Gravenimage (Winterheart’s Guild, 2003),
  • Black and White, Don’t Say a Word und White Pearl, Black Oceans (Reckoning Night, 2004);
  • Black and White, Paid in Full und Caleb (Unia, 2007).

Wie bei jedem Konzert gab es auch dieses Mal mehrere Zugaben (jaja, wir Fans sind eben unersättlich!):

  • Draw Me, The Cage (Winterheart’s Guild, 2003)
  • We will rock you (natürlich in einer eigenen Sonata-Version!)

Wer schon einmal auf einem Konzert von Sonata Arctica war, wird erahnen, was jetzt noch kommt: Tony, der Sänger von Sonata (hoch erfreut und motiviert, uns und, ich denke vorallem sich selbst, einen unvergesslichen Abend zu bereiten), hat natürlich auch dieses Jahr wieder auf Entertainment pur gesetzt. Er band das Publikum wunderbar in seine Show mitein, in dem er den Schlagzeuger miemte, und wir, das Publikum, waren seine „Instrumente“. Rechts hörte man nur noch „Pssst“, mittig erklang „Bam“ und rechts wurde heftigst ge“bumt“. (Anmerkung: Das Wort ist eine Neuerfindung von mir, also nicht mit etwaigen anderen ruchlosen Wörtern in Verbindung zu bringen, auch wenn sich vielleicht unweigerlich dieser Gedanke aufdrängt).

Am Ende folgte eine herzliche Verabschiedung von Sonata und ein enthusiastischer Applaus, gepaart mit einem 10 minütigen Rufkonzert seitens des Publikums, natürlich auch in der Hoffnung, noch eine weitere Zugabe zu ergattern, aber auch Sonata wollen einmal Feierabend machen. Es wurden die Sticks des Drummers in die Menge geworfen und voller Körpereinsatz war gefragt. Als dann endgültig die Lichter ausgingen, schien auch bei den Letzten hartnäckigen Fans (von denen einige das Glück(?) hatten, Backstacke gehen zu dürfen – ja, Vitamin B wäre hier von Vorteil!) angekommen zu sein, dass es für den heutigen Abend vorbei war und die Maße strömte in Richtung Gardarobe/Ausgang.

Was bleibt zu sagen? Es war wieder einmal ein unvergessliches Konzert und mein persöhnliches Highlight des Jahres. Jedem wärmstens zu empfehlen! (Zumindest eines ihrer Lieder sollte man einmal gehört haben.)

Sonata, Thanks for coming to Austria, come back soon, we’re waiting!

Allgemein möchte ich zur neuen Location der Planet folgendes anmerken:

Für große / größere Konzerte durchaus von Vorteil, wenn man bedenkt, dass man im alten Planet (Ruhe in Frieden) ziemlich weit/hoch hinaus musste, um Frischluft zu ergattern.  Platzmangel herrscht auf jeden Fall nicht. Eventueller Kritikpunkt: Akustik, die könnte nämlich weitaus besser sein.

Bei der Abgabe von Kleidungsstücken solltet ihr darauf achten, dass ihr wirklich alle die Zettel mit den Nummern in der Hand habt, bevor ihr euch umdreht. Wenn ihr Fanartikel wie T-Shirts, Kapus oder ähnliches kauft, behaltet diese bei euch oder gebt sie in eure Tasche/Rucksack, falls ihr ähnliches mitführt, und stopft sie nicht in die Ärmel der Jacken. Uns sind so zwei Tshirts abhanden gekommen bzw. wurden uns nur 3 von 6 Jacken zurückgegeben. Allerdings muss man sagen, dass sie sich danach, gewiss auch aufgrund unserer Bestimmtheit, sehr kooperativ gezeigt haben und wir die zwei Tshirs ersetzt (nachdem diese anscheinend unauffindbar waren…) und unsere fehlenden Jacken zurück bekamen.


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3 Gedanken zu “Sonata Arctica – Die Wölfe sind zurück!

  • Matthias Rigal

    Jawoll, Full Moon haben sie gespielt? Klassiker 🙂 Habs selber leider nicht zum Konzert geschafft, gut daß es was zum Nachlesen gibt 😉

    lg, Matthias

    blog.beatboxx.at

  • Thomas Schandl

    Schöner Artikel, man merkt du bist ein begeisterter Fan.

    Die Bemerkung mit dem „gewöhnungsbedürftig Gehabe von Nils“ macht natürlich sehr neugierig, was er gemacht hat!

    Ich hab ja normalerweise net viel mit Metal am Hut (obwohl Theater of Tragedy hat mir früher sehr gut gefallen), aber diese Finnen werde ich mir mal anhören.

  • Sonja Knapp

    @ Matthias: Jap! Aber es war net die originale Version (;_;), sondern ne veränderte (weiß jetzt nicht den richtigen Begriff dafür), aber man konnte schon noch erkennen, dass es sich um Full Moon handelt! Schade fand ich’s eben, dass sie nicht Kingdom for a Heart und Letter to Dana gespielt haben, aber ich bin eigentlich auch mit dem zufrieden, was gespielt wurde (soviel ich mich erinnere, ist es die gleiche od. fast gleiche Playlist wie in Wacken08) :).
    Naja, dann das nächste Mal! ^_^

    @ Thomas: Danke! Ich hab mir Mühe gegeben :). Naja, wie soll ich sagen, seine Gestik/Haltung lies irgendwie darauf schließen, dass er zum. bi ist, wo ja nichts gegen zu sagen ist, ich fand es eben nur sehr merkwürdig, weil er sich auch immer so verdächtig bei seinem Hemdausschnitt hingefasst hat, wobei das auch aufgrund dessen gewesen sein kann, dass er da gerade einen von den unmenschlich klingenden Lauten erklingen hat lassen, die ich im Artikel erwähnt hatte xD
    Aber bei Pagan’s Mind hatte ich sowieso allgemein das Gefühl, dass die Mitglieder doch ein sehr zusammengewürfelter Haufen Musiker sind, wo ein jeder in eine andere Richtung geht, was wiederum auch wieder gut ist – macht sie dann wieder etwas mehr zu einem Unikat.

    Hui, hach, die hab ich ja Ewigkeiten nerma ghört… da kommen Erinnerungen hoch :).
    Ja, tu das unbedingt! Sie sind toll :). Aber hör zu erst mal ins erste Album „Ecliptica“ rein, das ist echt wirklich spitze ^^ (wenn du willst, dann brenn ich dir mal Lieder von Ihnen, falls es dich interessiert :))