Gegen die Wand – was für ein Film! 1


Letzte Woche am Donnerstag zappe ich durch die TV Kanäle und auf ARTE läuft zufällig gerade die Vorschau für den Abendfilm – Gegen die Wand von Fatih Akin – vor einigen Monaten hatte ich bei einem Freund Fatih Akin’s grandiosen Film über die Musik von Istanbul gesehen – Crossing the Bridge (The Sound of Istanbul). Seitdem haben sich die CD Käufe von türkischer Musik bei mir übrigens enorm gesteigert – so in etwa von Null auf Hundert…..

Bild: Fatih Akin

Also war klar – es muss ARTE geschaut werden – und ich muss sagen – noch heute, knapp 4 Tage nach dem Film, habe ich diesen nicht ganz aus meinem Kopf bekommen – so haben mich die Geschichte, die Bilder, sowie der Plot fasziniert und beeindruckt.

Die Handlung beginnt rasant – nach 5 Minuten Filmzeit rast der Hauptdarsteller Cahit (40 jähriger Türke in Hamburg lebend) besoffen & mit Vollgas mit seinem Auto gegen eine Wand – in der Klinik in welcher er daraufhin landet, lernt der die junge Türkin Sibel kennen – welche auf Grund der umfassenden Einschränkungen in Ihrem Leben seitens ihrer türkischen Familie tod-unglücklich ist und aus diesem Familienkäfig nur noch so rasch als möglich ausbrechen will. Daher schlägt Sie Cahit vor, Sie zu heiraten – aus diesem Start wird im Laufe des Films eine mehr-strängige Geschichte über die heutigen Türken in Deutschland, Leben – Liebe – Leiden(schaft), bis hin zu einem Grand Finale in Istanbul, in welchem auch die Hauptstadt der Türkei noch ein Plätzchen in ‚Gegen die Wand‘ bekommt.

Akin schafft es, all diese Handlungsstränge fein & doch ganz fest miteinander zu verbinden – und er schafft es, beim Betrachter Identifikation und Emotionen freizusetzen – bei mir schon lange keinem Film mehr in dieser Intensität gelungen…..

Also unbedingt ansehen – wenn man darüber stolpert – übrigens ist Akin’s letzter Film ‚Auf der anderen Seite‚ am 19. Oktober im Votivkino in einem Filmfrühstück zu sehen – der war letztes Jahr für den Auslandsoskar nominiert….bekommen hat den aber – wie wir alle wissen – Stefan Ruzowitzky für ‚Die Fälscher‚.


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